Kraftsensor Serie K – für präzises Messen von Zug- und Druckkräften
Unsere Kraftsensoren nutzen das Biegeringprinzip als einziges integrierendes Messverfahren in der Kraftmessung.
Das ermöglicht hochpräzises Messen von Zug- und Druckkräften über den gesamten Messbereich, von kleinster Auslastung (200 N) bis zur Nennkraft (630 kN).
Was zeichnet Kraftsensoren der Serie K aus?
Die Serie K ist ein Kraftsensor, der das hochpräzise Messen von Zug- und Druckkräften über den gesamten Messbereich – von kleinster Auslastung bis zur Nennkraft – ermöglicht. Dank des Biegeringprinzips sind diese Kraftsensoren weitgehend unempfindlich gegen sogenannte parasitäre Einflüsse wie Querkräfte, Biegemomente, Torsionsmomente sowie Temperaturschwankungen.
Die Kraftsensoren eignen sich ideal für statische und dynamische Prüfprozesse, zur Qualitätssicherung und Prozesskontrolle komplexer Produktionsabläufe sowie für die Bauteil- und Werkstoffprüfung. Sie sind robust und langlebig gebaut und halten Kräften bis 300 % der Nennkraft ohne Bruch und bis zu 150 % der Nennkraft ohne Nullpunktverschiebung stand.
Merkmale der Kraftsensoren auf einen Blick:
- Nennkraftbereich 200 N bis 630 kN
- Genauigkeitsklasse 0,02 bis 0,05
- Zug- und Druckkräfte, statisch und dynamisch
- robuste Bauweise, Schutzklasse bis IP68
- sehr geringe Empfindlichkeit gegen parasitäre Einflüsse
- hohe Überlastfähigkeit
- über 13.000 mögliche Varianten
Kraftsensor Serie K - Technische Daten
Der Kraftsensor Serie K ist für Nennkräfte von 200 N bis 630 kN ausgelegt und erfüllt je nach Konfiguration Genauigkeitsklassen von 0,02 bis 0,05. Nachfolgend sind die technischen Kennwerte übersichtlich nach Kategorien gegliedert. Ergänzend finden Sie hier STEP- und IGES-Dateien, technische Datenblätter, Bedienungsanleitungen sowie die Konformitätserklärung zum Download.
Welche technischen Vorteile bietet der Kraftsensor?
- Genauigkeit: Genauigkeitsklasse 0,02 bis 0,05; Linearitätsabweichung 0,02–0,03 %.
- Das Biegeringprinzip: Einziges integrierendes Messverfahren in der Kraftmesstechnik.
- Unempfindlichkeit gegen parasitäre Einflüsse: Geringe Empfindlichkeit gegenüber Querkräften, Biegemomenten, Torsionsmomenten und Temperaturschwankungen.
- Dynamische Eignung: Dauerschwingfestigkeit > 100 Millionen Lastwechsel; Amplitude bis 80 % (bei 2 mV/V) bzw. 100 % Nennkraft (bei 1 mV/V)
- Überlastsicherheit: 150 % Nennkraft ohne Nullpunktverschiebung; Bruchkraft erst bei 300 % Nennkraft
- Schutzart: IP68 bei festem Kabelanschluss; IP50 bei Steckverbindung
- Temperaturbereich: Standard: −10 °C bis +60 °C; optional: −40 °C bis +180 °C
- Konfigurierbarkeit: Flansch-, Gewinde- oder Kombi-Ausführung; Kabel oder Stecker; Nennkennwert 1 oder 2 mV/V; optionaler Redundanzmesskreis und Biegemoment-Messkreise
Allgemeine Daten | |
|---|---|
| Nennkraft Bereich | 0,2 bis 630 [kN] |
| Linearitätsabweichung | 0,02 - 0,03 [%] |
| Hysterese | 0,02 - 0,08 [%] |
| TKC Kennwert | 0,04 [%/10K] |
| TKo Nullsignal | 0,025 [%/10K] |
| Bauform | (1) Flansch (2) Zentralgewinde (3) Flansch & Zentralgewinde *je nach Nennkraft |
Mechanische Daten | |
|---|---|
| Dauerschwingfest | 1. Amplitude ≤ 80% Fnom @2mV/V 2. Amplitude ≤ 100% Fnom @1mV/V |
| Maximale Überlast | 150 [%] |
| Statische Bruchkraft | 300 [%] |
| Dauerfestigkeit / Zyklen | Dauerschwingfest >108 |
| Material Sensorkörper | 1. 0,2 kN - 0,5 kN: hochfeste Aluminiumlegierung 2. 1 kN - 630 kN: Auslagerungsstahl |
| Hermetisch gekapselt | ja |
| Elektrischer Anschluss | 1. Feste Anschlussbuchse am Gehäuse 2. Kabel mit offenen Enden oder auswählbaren und konfektionierten Steckern |
Welche Varianten und Optionen gibt es?
Der Kraftsensor Serie K ist ein konfigurierbares Messsystem. Abhängig von Nennkraft, Einbausituation, Umgebungsbedingungen und Messaufgabe stehen verschiedene Ausführungen zur Wahl.
Die wichtigsten Optionen im Überblick:
Anwendungsspezifische Ausführungen: Redundanz und Biegemomentmessung
Für besonders anspruchsvolle Messaufgaben bieten diese Kraftsensoren zwei erweiterte Optionen:
Zweiter Axialmesskreis (Redundanz):
Ein zweiter unabhängiger Messkreis ermöglicht die gleichzeitige Erfassung derselben Kraft über zwei getrennte Signalwege. Das ist in sicherheitskritischen Anwendungen sinnvoll bzw. überall dort, wo ein Signalausfall nicht tolerierbar ist, wie z.B. in automatisierten Prüflinien oder zertifizierungspflichtigen Prüfverfahren.
Biegemoment-Messkreise Mx, My:
Diese Option erlaubt es, neben der Axialkraft auch auftretende Biegemomente in zwei Achsen zu erfassen. Das ist sinnvoll, wenn die Qualität der Krafteinleitung überwacht wird, um z.B. exzentrische Belastungen im Prüfaufbau frühzeitig zu erkennen und die Messbedingungen zu dokumentieren.
Mechanische Varianten: Flansch, Gewinde oder beides
Je nach Nennkraft sind diese Kraftsensoren in drei mechanischen Grundausführungen erhältlich:
- Flansch: Geeignet zum Einbau in Prüfrahmen und Prüfmaschinen mit definierter Anlagefläche; hohe Steifigkeit im Kraftfluss.
- Gewinde: Zur platzsparenden Integration in Prüfvorrichtungen oder Maschinen mit Gewindeanschluss.
- Flansch & Gewinde: Für flexible Einbausituationen, bei denen beide Anschlussarten benötigt werden oder die Montagerichtung variabel sein muss.
Umgebungsanforderungen: Erweiterter Temperaturbereich
Standardmäßig sind die Kraftsensoren Serie K für −10 °C bis +60 °C ausgelegt. Für thermisch anspruchsvollere Umgebungen steht ein erweiterter Temperaturbereich von −40 °C bis +180 °C als Option zur Verfügung.
Wann ist diese Option relevant?
- Prüfstände in Klimakammern mit tiefen Temperaturen.
- Hochtemperaturanwendungen in der Materialprüfung.
- Außenanwendungen mit starken saisonalen Temperaturschwankungen.
- Prozesse mit erhöhter Wärmeentwicklung in der Produktionsumgebung.
Anschlussvarianten: Stecker oder festes Kabel
Die Wahl des elektrischen Anschlusses hat direkte Auswirkungen auf Schutzart, Handhabung und Systemintegration.
- Feste Anschlussbuchse am Gehäuse: IP50, für Laborumgebungen, trockene Prüfstände, bei häufigem Sensortausch.
- Festes Kabel (verschiedene Längen): IP68, für Nassumgebungen, Kühlmitteleinsatz, Dauerinstallationen.
Bei festem Kabel sind verschiedene Steckertypen wählbar – D-Sub, MS, M12 – oder offene Kabelenden für individuelle Konfektionierung.
Für welche Anwendungen ist der Kraftsensor geeignet?
Kraftsensoren werden weltweit in Prüfmaschinen, der Werkstoff- und Bauteilprüfung, industrieller Prozesskontrolle, Qualitätsüberwachung,
Kalibrierlaboren sowie Forschung und Entwicklung eingesetzt – präzise, reproduzierbar und belastbar.