Zusätzlich zu Ihren Auswahlkriterien benötigen wir weitere Angaben, um Ihre gewünschte Kalibrierung zu bearbeiten. Gerne können Sie diese bei Ihrer Anfrage angeben. Wir prüfen anschließend die Machbarkeit und beraten Sie bei Bedarf zu möglichen Optionen.
Unter Aufnehmerdaten bzw. Kalibrierdaten versteht man die festgelegten Parameter, die für die Planung und Durchführung einer Kalibrierung erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere die Nennlast des Aufnehmers (Lastangabe auf dem Typenschild) sowie die Lastbereiche, die im Rahmen der Kalibrierung angefahren werden. Diese Angaben dienen der eindeutigen Beschreibung des Kalibriergegenstands und gewährleisten die Nachvollziehbarkeit der Messung.
Die Mindestlast bezeichnet die kleinste Kraft (ohne Null), die während einer Kalibrierung aufgebracht wird. Sie markiert den unteren Bereich des Messintervalls und ist relevant, um das Messverhalten des Kraftaufnehmers auch bei geringen Lasten zu bewerten. Standardmäßig gilt ein Wert von 10 % der Kalibrierhöchstlast, sofern keine andere Kundenvorgabe vorliegt.
Die Messunsicherheit beschreibt die Qualität eines Messergebnisses. Sie gibt an, in welchem Bereich der wahre Wert der Messgröße mit definierter Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Eine geringe Messunsicherheit steht dabei für eine besonders hohe Messqualität. Die Messunsicherheit einer Kalibrierung ist nie geringer als die Messunsicherheit der Messeinrichtung auf der die Kalibrierung durchgeführt wurde.
Verfahren wie z.B. die DIN EN ISO 376 oder die ASTM E74 weisen zusätzlich zur Messunsicherheit eine Klasse aus. Diese Klasse ist für andere Kalibrierverfahren Voraussetzung um diesen Aufnehmer als Referenz nutzen zu dürfen. Auf welche Art die Klasse ermittelt wird, wird durch die Norm festgelegt.
In der DIN EN ISO 376 zum Besispiel beschreibt die Klasse das Einhalten von Grenzwerten.
Kernstück der Messeinrichtung ist ein rostfreier und nichtmagnetisierbarer Massestapel, zum Teil aus einer Aluminiumlegierung und zum Teil aus einem Sonderstahl gefertigt. Der Lastrahmen in Leichtbauweise besteht aus einer Aluminiumlegierung. Der Maschinenrahmen verfügt über zwei Traversen, je eine für Zugkraftmessungen und eine für Druckkraftmessungen. Zur Vermeidung von Störeinflüssen durch Umgebungsbedingungen ist die Messeinrichtung vollständig eingehaust. Die Messeinrichtung verfügt über eine Kraftnebenschlusskontrolle. Kraftnebenschlüsse werden durch gelbe Leuchten angezeigt und bei automatischer Messwertnahme erfolgt eine Markierung des Messwertes durch ein zusätzliches Zeichen in der Messwertdatei.
Die Messeinrichtung besteht aus einem Grundrahmen und oben liegendem Hebel, der dehnungskontrolliert gelagert ist. Der kurze Hebelarm beträgt 40mm und der lange Hebelarm ist variabel, da die Masse (Laufgewicht) mittels einer Präzisionsspindel im Bereich von ± 1000 mm positioniert werden kann. Durch die Positionierung der Masse in positiver Richtung werden Druckkräfte erzeugt, eine Positionierung in negativer Richtung erzeugt Zugkräfte.
Die Messeinrichtung verfügt über zwei Messbereiche: Der Direktbelastungsteil besteht aus einem Massestapel aus rostfreiem Stahl (19mal 250 N-Massen, einmal 150 N-Masse) und einem Lastrahmen kombiniert aus Aluminium und Stahl (100 N) sowie aus einer kombinierten Zug-Druckkrafttraverse. Der Übersetzungsteil besteht aus einem über dehnungskontrollierte Gelenke gelagerten Hebel im Verhältnis 1:20 und einer ebenfalls kombinierten Zug-Druckkrafttraverse.
Die Messeinrichtung besteht aus einem zweisäuligen Rahmen mit oben stehendem hydraulischen, gedichteten Zylinder und einem viersäuligen Lastrahmen. Zwischen oberem Querhaupt des Lastrahmens und Kolben des Zylinders sitzt ein Doppel-Referenz Kraftaufnehmersystem. Die Bauart mit Lastrahmen ermöglicht die Kalibrierung in Zugkraft- und Druckkraftrichtung, obwohl die Referenz Kraftaufnehmer immer mit einer Druckkraft beaufschlagt werden.
Die Messeinrichtung besteht aus einem viersäuligen Rahmen mit oben stehendem gedichteten Hydraulikzylinder sowie einem zweisäuligem Lastrahmen.
Zwischen dem oberen Querhaupt des Lastrahmens und dem Kolben des Zylinders sitzt ein Doppel-Referenz-Kraftaufnehmersystem.
Sie können zwischen zwei verschiedenen Einbausituationen wählen:
Sie können zwischen drei verschiedenen Einbausituationen wählen:
| Variante A: | Variante B: | Variante C: |
| Einbausituation für Zugstäbe mit Kugelschalen / Kugelmuttern | Einbausituation mit laboreigenen Zugstäben | Einbausituation mit laboreigenen Zugstäben und Gewindehülsen |
| ≤ 2 MN ≤ 4 MN ≤ 6 MN ≤ 10 MN | ≤ 2 MN (M90x4) ≤ 4 MN (M125x4) ≤ 6 MN (M160x6) ≤ 10 MN (M200x6) | ≤ 2 MN (M90x4) ≤ 4 MN (M125x4) |
Für die Kalibrierung von Kraftaufnehmern, Kraftmessdosen oder Kraftmesseinrichtungen mit großen Nennlasten braucht man die passenden Adaptionen. Deren Herstellung ist jedoch aufwändig und teuer.
Im GTM-Kalibrierlabor stehen verschiedene, standardisierte Adaptionsteile für Kalibrierungen im Bereich bis 10 MN bereit. Als Kunde profitieren Sie von Kostenvorteilen bis in den fünfstelligen Bereich.
Bitte prüfen Sie, ob Ihr Kalibriergegenstand zu adaptieren ist. Downloads finden Sie im vorherigen Abschnitt. Darin sehen Sie die möglichen Einbausituationen der Kraftaufnehmer. Mit entsprechender Software (z.B. Adobe Acrobat Reader XI) können Sie auch Abmessungen aus den Zeichnungen auslesen.